Zadar – Küstenstadt mit entspanntem Flair

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Die kleine kroatische Küstenstadt Zadar ist bekannt für ihre Meeresorgel. Uns zieht sie vor allem mit ihrem entspannten und ausgelassenen Flair in ihren Bann. Und mit einem ganz besonderen vegan-kulinarischen Highlight.

Vegan genießen in Zadar

Es ist ein lauer Sommerabend. Wir sitzen auf der begrünten Terrasse der Garden Lounge Zadar, direkt oben an der Stadtmauer. Dort genießen wir köstliche roh-vegane Speisen und der Kellner bringt uns bereits den zweiten Cocktail. Ich bin leicht angesäuselt, im Hintergrund läuft entspannte Lounge-Musik. Über den Hafen mit den kleinen ankernden Schiffen und über die Bucht hinweg schauen wir auf den gegenüberliegenden Velebit-Gebirgszug. Das besondere daran: In dem Gebirge haben wir die letzte Nacht in einer Tropfsteinhöhle verbracht und uns früher am selben Tag noch eine Schlucht hinaufgekämpft. Zadar ist unser Tor zurück in die Zivilisation nach einer abenteuerlichen Wanderung im wilden bergigen Hinterland Kroatiens. Schöner könnte uns die Stadt kaum empfangen. Ich fühle mich ein bisschen wie im veganen Paradies.

Garden Lounge Zadar

Blick von der Garden Lounge Zadar auf das gegenüberliegende Velebit-Gebirge

Blick auf das Velebit-Gebirge von Zadar aus

Von Zadar aus hat man einen guten Blick auf das Velbit-Gebirge im Hintergrund

Die Meeresorgel – wie klingt das Meer?

Nach den anstrengenden Wandertagen mit einigen Entbehrungen – wenig Wasser und nur selten duschen – ist eine kleine, entspannte Küstenstadt wie Zadar genau das Richtige. Im Gegensatz zur zwar sehr schönen, aber auch sehr überlaufenen Stadt Dubrovnik herrscht in Zadar noch ein entspannter Flair ohne den ganz großen Trubel von Kreuszfahrtschiff-Touristen und Tagesausflüglern. An der schönen Promenade spazieren wir nach dem Essen entspannt entlang. Der Blick geht hinaus aufs Meer und auf die vielen Inseln, die vor Zadar liegen. Pünktlich zum Sonnenuntergang kommen wir an der berühmten Meeresorgel an. Den Plan zu dem Gebilde aus hellen, breiten Treppenstufen direkt am Promenadenufer hat im Jahr 2005 der Architekt Nikola Bašić entworfen. In die Treppenstufen sind 35 Orgelstufen verschiedener Längen eingesetzt – wenn die Wellen darauf treffen, spielt das Meer ein Konzert mit verschiedenen Tönen, Klängen und Lautstärken.

Die Vision des Architekten: Mehr Menschen an die Uferpromenade von Zadar zu locken. Das ist gelungen – an dem schönen Sommerabend treffen sich Urlauber und Einheimische von jung bis alt an der Meeresorgel. Alle richten ihren Blick gen Westen und schauen zu, wie die Sonne langsam im Meer versinkt. Als das letzte Stück des orangenen Balls verschwunden ist, applaudiert das Publikum – schöne Show, liebe Sonne!

Meeresorgel in Zadar

Die Meeresorgel von Zadar: Bei höheren Wellen musiziert das Meer lauter

Die Altstadt von Zadar – laue Nacht mit musikalischen Klängen

Als wir im Licht der Dämmerung noch ein wenig durch die Altstadt von Zadar spazieren, liegt eine schöne Stimmung in der Luft: In den Restaurants und Bars sitzen viele Menschen im Freien. Über die Plätze schallen musikalische Klänge: An vielen Ecken spielen Straßenmusiker*innen, an manchen Bars sind kleine Bühnen aufgebaut, an denen die Künstler*innen das Publikum fast so sehr entzücken wie vorher die Sonne mit ihrer Sunset-Show. An einem anderen Platz findet eine Tanzparty im Freien statt – die Stimmung ist entspannt und ausgelassen, die Menschen freuen sich und feiern den Sommer und das Leben. Wir gesellen uns eine Weile dazu und laufen dann noch einmal an der Promenade entlang, bevor wir – die Anstrengung vom Wandern noch immer in den Knochen – müde in das Bett in unserem kleinen Apartment mitten in der Altstadt fallen.

Altstadt Zadar

Entspannter Flair in der Altstadt von Zadar

Am nächsten Tag kehren wir noch einmal für leckeres Essen und vegane Pflanzenmilchshakes in die Garden Lounge zurück. Zum Nachtisch gibt es roh-veganes Tiramisu. Davon schwärme ich bis heute. Auch die herzhaften Speisen überzeugen: Sushi, Sommerrollen mit Erndnuss-Sauce, Zucchinispaghetti. Die Speisen schmecken nicht nur gut, sie sind auch schön und liebevoll angerichtet.

Wir nehmen uns in Zadar viel Zeit zum Entspannen – in Parks, an der Meeresorgel, in der Garden Lounge. Die Altstadt ist größtenteils autofrei und es zeigt sich mal wieder: Die Lebensqualität steigt um ein vielfaches, wenn man in Ruhe zu Fuß die Gegend erkunden kann, ganz ohne Abgase und Motorlärm. Die Rückkehr in die Zivilisation nach der abenteuerlichen Wandertour ist nun also geglückt und nach zwei Tagen in Zadar machen wir uns mit der Fähre auf den Weg zum nächsten Urlaubsabschnitt: Es stehen noch ein paar entspannte Tage auf der „langen Insel“ Dugi Otok bevor!

Altstadt von Zadar von oben

Blick von oben auf die Altstadt von Zadar

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Zadar Kroatien

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4 thoughts on “Zadar – Küstenstadt mit entspanntem Flair

  1. Hey Marcella! Schöner Bericht über Zadar, ich war letztes Jahr selber dort. Bei der Wasserorgel zu sitzen und den Sonnenuntergang zu sehen war echt ein Highlight. LG Tamara

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