Weil es halt so lecker ist…

Teile diesen Beitrag

Getötete Tiere: Die Zahlen sind unvorstellbar

Über 60 Milliarden. 60.000.000.000. So viele Tiere werden weltweit pro Jahr getötet. In Deutschland sind es 745 Millionen Tiere jährlich, davon allein 58 Millionen Schweine, 630 Millionen Hühner und weit über 3 Millionen Rinder. 23 Tiere pro Sekunde. Tick, tack…

Das Ausmaß des tierischen Leidens, das für den menschlichen Genuss in jeder Sekunde entsteht, ist schier unvorstellbar.

Dabei heißt es im Tierschutzgesetz: „Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen“. Was nicht dabei steht: „Weil es halt so lecker ist“ zählt anscheinend als vernünftiger Grund.

Manchmal frage ich mich, wie Menschen dazu fähig sein können, solch ein enormes Leid und eine solche Gewalt für eine kurze Gaumenfreude zu verantworten und hinzunehmen. Es in sich aufzunehmen. Mit jedem Bissen.

Fühlende, intelligente Lebewesen

Schweine gehören zu den intelligentesten Säugetieren. Wie Elefanten, Delfine und Primaten können sie sich im Spiegel selbst erkennen und haben eine Form von Selbstbewusstsein. Wenn man ihnen einen Namen gibt, hören sie darauf. Schweine sind sehr reinliche Tiere. Sie rennen gerne. Sie kuscheln gerne. Sie sind intelligenter als Hunde und Katzen. Warum streicheln wir die einen und essen die anderen? Auch Rinder, Hühner, Enten und Puten sind intelligente und vor allem fühlende Lebewesen.

Obwohl angeblich über 90 Prozent der Konsument*innen mehr Geld für „Tierwohl“ ausgeben wollen (was auch immer das sein soll, wenn am Ende der meist qualvolle Tod steht), beträgt der Marktanteil an Biofleisch in Deutschland seit Jahren unter 2 Prozent.

Dass wir unseren Planeten in eine riesige Tierfutterfabrik verwandelt haben, steht noch einmal auf einem ganz anderen Blatt.

Bitte schaut hin!

Aber was will man schon machen, wenn es doch so lecker ist? Hinschauen! Bitte schaut hin! Wer Fleisch isst, sollte zumindest einmal ein Video aus der Tierhaltung und einmal die ängstlichen Augen eines Tieres kurz vor der Schlachtung gesehen haben. Wer weiß, ob es dann noch so lecker ist.

Dokutipp: Tierfabrik Deutschland – von Billigfleisch und Wegwerfküken.

Teile diesen Beitrag

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.