Städtereise nach Krakau – grüne Stadt mit viel Kultur

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Eine grüne Stadt mit entspanntem Flair, viel Kultur, schönen Sehenswürdigkeiten und einigen veganen Restaurants – in meinem Reisebericht findest du Tipps für deine Städtereise nach Krakau.

(Der Bericht enthält Tipps für Restaurants in Krakau, die namentlich genannt werden, und damit Werbung).

Krakau in der Morgensonne

Ein wenig verschlafen laufe ich durch die leeren Straßen von Krakau, wo die Hausdächer von den ersten Sonnenstrahlen des Tages in ein goldenes Licht getaucht werden. Es ist halb acht Uhr morgens und mein Freund Andreas und ich sind gerade mit dem Nachtzug aus Prag in der polnischen Stadt Krakau angekommen.

Obwohl es noch früh morgens ist und der Verkehr auf den Straßen erst ins Rollen kommt, merken wir schnell: Hier in Krakau geht alles etwas gelassener und ruhiger zu als in der Tschechischen Hauptstadt Prag, die wir gerade drei Tage lang erkundet haben.

Unsere Lust auf einen morgendlichen Kaffee ist riesengroß und mein Magen knurrt nach einem leckeren Frühstück. Unser gebuchtes Appartement können wir aber erst um 14 Uhr beziehen. Zeit, einen Plan zu schmieden!

Vom Bahnhof aus schlängeln wir uns mit unserem Gepäck auf den Schultern erst einmal durch die Straßen bis zur Altstadt. Am großen Marktplatz im Zentrum machen wir Pause an einem Springbrunnen, blicken auf die berühmte Marienbasilika und planen die nächsten Stunden, während um uns herum die ersten Marktverkäufer*innen anfangen, ihre Stände aufzubauen.

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Vegan frühstücken in Krakau

Wir entdecken dank der App Happy Cow die rein vegane Bäckerei Zaczyn, die schon bald ihre Türen öffnet. Hungrig machen wir uns auf den Weg und laufen weiter durch die Altstadt bis zum Ufer der Weichsel – bis dahin wusste ich gar nicht, welcher Fluss eigentlich durch Krakau fließt.

Die Bäckerei finden wir schließlich nach kurzer Suche auf der anderen Seite des Flusses in einem ruhigen Stadtteil. Der Weg hat sich gelohnt: Wir bekommen frisch gebackenes Brot und Teilchen, selbstgemachten Cashew-Aufstrich und aromatischen, fair gehandelten Kaffee aus einer kleinen, lokalen Kaffeerösterei.

Veganes Frühstück in der Bäckerei Zaczyn

 

Ein Spaziergang durch das jüdische Viertel Kazimierz

Durch das Frühstück gestärkt und durch den Kaffee auch langsam immer wacher, machen wir uns entlang des Flussufers wieder auf den Weg zurück in die Stadt. Von der Promenade aus blicken wir hinauf auf das Krakauer Wawel-Schloss, das wir später noch erkunden werden.

Noch immer dauert es, bis wir in unserem Appartement einchecken können. Wir entscheiden uns, einen Spaziergang durch das jüdische Viertel Kazimierz zu machen. Hier beginnt langsam der Trubel des Tages und die ersten Reisegruppen starten ihre Touren, um die vielen kleinen Gassen, die charmanten Innenhöfe und die alten Gebäude zu erkunden.
Viele der Gebäude im Stadtteil zerfielen während des zweiten Weltkrieges – neuer Aufschwung für das Viertel kam dann schließlich durch die Dreharbeiten zu dem bekannten Film „Schindlers Liste“, durch den die teilweise grausamen Geschichten, die sich zu Zeiten des Krieges in Kazimierz abspielten, hinaus in die Welt gelangten.

Im jüdischen Viertel Kazimierz

Info: Spontan haben wir uns entschieden, während unseres Aufenthaltes in Krakau zum nicht weit entfernten ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz zu fahren. Über meine Gedanken und Gefühle während des Besuchs an diesem beklemmenden Ort wird es in den nächsten Wochen einen Bericht auf dem Blog geben.

Krakaus Sehenswürdigkeiten entspannt zu Fuß erkunden

Da wir noch immer unsere Rucksäcke auf den Schultern tragen, suchen wir uns nach dem Spaziergang durch das jüdische Viertel einen ruhigen Platz im Grünen. Davon gibt es in Krakau mehr als genug: Die gesamte Altstadt ist von einem vier Kilometer langen „grünen Gürtel“ umgeben, auf dem große Laubbäume für viel Schatten entlang des Weges mit zahlreichen Sitzbänken und Wiesen sorgen.

Überhaupt ist Krakau im Vergleich zu Prag eine fahrrad- und fußgängerfreundliche Stadt. Immer wieder sehen wir öffentliche Fahrradstationen und es gibt viele Fahrradwege und ruhigere Straßen.

Nachdem wir endlich in unserem Appartement eingecheckt und uns kurz ausgeruht haben, machen wir uns deshalb noch einmal zu Fuß auf den Weg, die Altstadt zu erkunden und lassen uns einfach ein wenig treiben.

Während unseres Aufenthaltes in Krakau fällt uns auf, dass viele Nonnen durch die Straßen und über die vielen Plätze der Stadt laufen. An einer großen Kirche mitten in der Stadt findet außerdem gerade eine Messe statt – die Kirche und das gesamte Außengelände sind so voll, dass die Menschen auf den benachbarten Straßen stehen und der Predigt zuhören, die über große Lautsprecher nach draußen übertragen wird. Für mich als Religionskritikerin ist es ein wenig befremdlich, dass eine kirchliche Predigt laut durch sämtliche Straßen des Viertels schallt.

Schließlich kehren wir auch noch einmal zum Marktplatz zurück, wo wir am Morgen am Sprungbrunnen saßen. Inzwischen ist es hier deutlich lebhafter, der Markt ist gut besucht und die Marienbasilika erstrahlt nun im goldenen Licht der Abendsonne.

Das Krakauer Wawel-Schloss im Abendlicht

Als die Sonne schon langsam anfängt unterzugehen, machen wir uns auf den Weg hinauf zum Schloss Wawel. Oben angekommen können wir das schöne Burggelände ganz in Ruhe erkunden – die meisten Tourist*innen haben sich schon wieder auf den Weg nach unten in die Stadt gemacht. Beim Spaziergang durch den bunt bepflanzten und fast menschenleeren Schlossgarten fühlen wir uns beim Blick auf die Burg im Abendlicht wie in eine frühere Zeit versetzt, als das Schloss noch Residenz der polnischen Könige war.

Tipp: Wer nach dem Abstieg von der Wawel hinunter an der ufer-gewandten Seite der Burg entlang spaziert, trifft dort noch den Wawel-Drachen an, der laut einer polnischen Sage in einer Höhle unter dem Wawelhügel am Ufer des Flusses gehaust haben soll. Hier ein bisschen zu warten lohnt sich, denn der Drache steht nicht nur so rum, sondern zeigt in regelmäßigen Abständen auch seine Feuerspei-Künste!

Der Wawel-Drache zeigt seine Feuerkünste

Vegan in Krakau: Restaurant-Tipps

In Krakau gibt es ein großes Angebot an veganen und vegetarischen Restaurants – so viele, dass wir gar nicht alle ausprobieren können. Während unseres Aufenthaltes testen wir neben der veganen Bäckerei noch zwei Restaurants: Leckere Pizza gibt es bei Pizzatopia und im Restaurant Pod Norenami gibt es eine große Auswahl an asiatischen Spezialitäten.

Mit vielen schönen Eindrücken und Erinnerungen verlassen wir Krakau schließlich nach zwei Tagen und machen uns auf den Weg in die Slowakei – nach zwei Städten geht es in die wilde Natur der Hohen Tatra, den höchsten Teil der Karpaten.

Info: Mehr Reiseberichte findest du in der Rubrik Nachhaltig reisen. Hier folgen in den nächsten Wochen noch mehr Berichte zu meiner insgesamt dreieinhalb Wochen langen Zug- und Busreise durch Osteuropa.

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Krakau Städtetrip Tipps

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4 thoughts on “Städtereise nach Krakau – grüne Stadt mit viel Kultur

  1. Ein toller Bericht, macht echt Lust darauf, Krakau zu besuchen. Ich habe Polen so gar nicht in meiner Bucket List, vielleicht sollte ich das ändern 😉
    Liebe Grüße, Martina

  2. Toller Artikel, da habe ich gleich Lust bekommen, mal wieder nach Krakau zu reisen. Ich war über die Osterfeiertage 2016 eine Woche in Krakau und hab mich am Morgen nach der Busfahrt auch erst mal auf die Suche nach einem Bäcker begeben. Ich habe dabei leider nicht so was Tolles wie du gefunden. Beim nächsten Mal dann 😀

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