Nationalpark Krka – Wasserfall Skradinski buk

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Im Nationalpark Krka machen wir einen Tagesausflug zum schönen Wasserfall Skradinski buk. Obwohl der Nationalpark ein beliebtes Touristenziel ist, finden wir einsame Wege und verbringen ruhige Momente in der schönen Natur.

Über den Fluss Krka zum Wasserfall Skradinski buk

Es ist kurz nach acht Uhr morgens. Wir stehen am kleinen Hafen des Örtchens Skradin am Rande des Nationalparks Krka. Gemeinsam mit einer handvoll anderer Menschen warten wir auf das erste Boot des Tages, das uns zum Wasserfall Skradinski buk bringen wird. Er gilt als einer der schönsten Travertin-Wasserfälle Europas.

Der Nationalpark Krka ist der dritte Abschnitt unserer dreiwöchigen Reise durch Kroatien. In den Tagen zuvor haben wir uns ins Stadtleben von Zagreb und Dubrovnik gestürzt. Umso mehr freuen wir uns deshalb jetzt über unseren Ausflug in die Natur. Wir wissen aber, dass der Skradinski buk ein beliebtes Touristenziel ist und haben in Dubrovnik gelernt: Früh aufzustehen und auch mal abgelegene Wege zu gehen kann sich lohnen. Deshalb sitzen wir schließlich an Deck des kleinen Bootes, das auf seiner ersten Fahrt des Tages gemächlich den Fluss Krka entlang in Richtung des berühmten Wasserfalls schippert.

Der Hafen von Skradin

Wir legen ab: Blick auf den Hafen von Skradin im Nationalpark Krka

Mehrstufiger Wasserfall über moosbewachsene Felsen

Der Flusslauf ist gesäumt von rauen Karstfelsen, die steil in den Himmel ragen. Dem weißgrauen Karstgestein, getupft mit sattgrünen, spitzen Nadelbäumen werden wir später noch einmal auf unserer Wanderung durchs kroatische Velebit-Gebirge begegnen. Nach ca. 20 Minuten Bootsfahrt legen wir schließlich in der Nähe des Eingangs zum Nationalpark an. Begrüßt werden wir an der Anlegestelle von einem Schwan mit seinen Küken. Begeistert bleiben wir stehen und beobachten die Schwanenfamilie eine Weile lang.

Schwäne im Nationalpark Krka

Schwanenfamilie an der Anlegestelle nahe des Eingangs zum Krka-Nationalpark

Gemeinsam mit der kleinen Gruppe vom Boot sind wir an diesem Tag die ersten, die das Kassenhäuschen passieren und sich auf den Weg Richtung Wasserfall machen. Unser Plan geht auf – die Fläche rund um den Skradinski buk ist noch leer und wir können die Wasserfälle ganz ungestört bestaunen.

Der Anblick ist wie gemalt: Das Wasser des Flusses Krka rauscht über mehrstufige, moosbewachsene Felsformationen hinunter. Die weißen Wasserströme, das leuchtende grün der Bäume, der blaue Himmel und das klare, türkisgrüne Wasser im Flussbecken ergeben ein schönes Farbspiel. Wir nehmen uns Zeit und genießen den Blick und das beruhigende Rauschen des Wassers.

Der Skradinski buk, einer der schönsten Travertin-Wasserfälle Europas

Malerischer Anblick: Der Wasserfall Skradinski buk

Mit 800 Metern ist der Skradinski Buk der längste Wasserfall des Nationalparks Krka. Über 17 Stufen fließt das Wasser die Felsen hinunter. Wir befinden uns an der unteren Stufe. Von hier aus verläuft ein Rundweg, der zunächst nach oben entlang der höheren Stufen des Wasserfalls führt. Da wir uns viel Zeit lassen, werden wir von immer mehr Menschen eingeholt, die mit späteren Booten hergefahren sind. Langsam füllt sich der Park. Als wir schließlich auf der Hälfte des Rundwegs sind, drängeln sich Touristengruppen auf den Stegen und stehen an guten Stellen für Fotos mit ihren Selfiesticks Schlange.

Blick auf den Skradinski buk im kroatischen Krka-Nationalpark

Über viele Stufen rauscht das Wasser des Skradinski buk hinunter

Auf einsamen Pfaden im Nationalpark Krka

An einer Abzweigung führt ein Weg vom Wasserfall weg. Während die anderen Touristen dem Rundweg folgen, entscheiden wir, den Abzweig zu nehmen. Der Weg bietet zwar keinen Blick auf die Wasserfälle, aber hier fließt ein kleiner, bachgroßer Arm des Flusses Krka entlang. Plötzlich sind wir wieder alleine mitten in der Natur und entdecken eine Wasserschlange, Frösche und eine grün leuchtende Smaragdeidechse. Menschen begegnen wir auf diesem Weg nicht.

Smaragdeidechse im Nationalpark Krka

Abseits des Hauptweges begegnen wir im Nationalpark Krka einer Smaragdeidechse

Nach einer Mittagspause im Grünen bewegen wir uns wieder in Richtung des Rundweges. Inwzischen ist er noch voller geworden. Da wir den Hauptteil schon gesehen haben, laufen wir zügig zurück zur unteren Stufe des Skradinski buk, wo inzwischen viele Leute baden und sich im klaren Wasser abkühlen. Wir beschließen, auf dem Rückweg nicht mit dem Boot zu fahren, sondern die knapp fünf Kilometer zurück in den Ort Skradin zu laufen. Der Weg führt entlang des Flusses und so können wir die weißgrauen Karstfelsen, die wir morgens vom Wasser aus betrachtet haben, noch einmal in Ruhe aus der Perspektive vom Ufer ansehen. Wir begegnen nur wenigen anderen Menschen, die den Weg auch zu Fuß laufen und können die Natur genießen.

Boot fahren im Nationalpark Krka

Auf dem Fußweg zurück nach Skradin: Blick auf die Karstfelsen und den Fluss Krka

Unser Fazit am Abend: Der Ausflug in den Nationalpark Krka hat sich gelohnt. Den schönen Anblick der Wasserfälle werden wir lange in Erinnerung behalten. Und wieder hat sich gezeigt: Es lohnt sich, einsame Pfade zu suchen.

Über zu wenig Einsamkeit in der Natur werden wir uns beim nächsten Abschnitt unserer Reise nicht mehr beschweren: Wir verbringen noch einen schönen Abend in Skradin und machen uns am nächsten Tag auf den Weg ins bergige Hinterland Kroatiens – zu unserer Wandertour durchs Velebit-Gebirge.

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