Liebe Menschheit,… Über Visionen, Zukunft und Verlust

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Wie könnte die Welt aussehen, wie könnten wir leben? Welche Visionen gibt es für die Zukunft und: Wie realistisch sind sie in Zeiten der Klimakrise und des Artensterbens? Davon handelt mein erster Blogpost nach längerer Pause.

Lange ist es her: Mein letzter Blogpost liegt inzwischen genau ein halbes Jahr zurück! Was ist passiert? Ich habe damals gemerkt, dass mir ambitioniertes Bloggen neben meiner Arbeit und dem Klima-Aktivismus zu viel wurde. Zusätzlich habe ich mich viel mit der Klimakrise, dem Artensterben und den wissenschaftlichen Fakten beschäftigt. Und das hat mich traurig, verzweifelt und wütend gemacht. Ich brauchte eine Zeit des Rückzugs, um die Realität, der ich da so schonungslos ins Auge gesehen hatte, zu verarbeiten. In der Zwischenzeit war ich weiterhin auf Facebook und auf Instagram aktiv, aber auch dort habe ich längere Pausen eingelegt.

Heute ist spontan ein Text entstanden, und ich dachte mir: Den kann ich doch auch auf den Blog stellen! Und hier ist er:

Es könnte so schön sein!

Liebe Menschheit, es könnte so schön sein! Stellt euch vor: Wir lassen die fossilen Brennstoffe in der Erde. Wir vergiften nicht weiter unsere Böden, Luft und Umwelt. Wir bauen unsere Nahrungsmittel lokal an und verteilen sie solidarisch. Wir arbeiten ein bis zwei Tage die Woche mit einem Fokus auf dem Gemeinwohl. Den Rest der Zeit haben wir für uns, unsere Familien und um uns gegenseitig zu helfen – etwas zu nähen, zu reparieren, uns zuzuhören. Wir bilden Gemeinschaften und lernen uns kennen. Auf den Straßen fahren kaum noch Autos. Sie bieten Platz für Fahrradfahrer, Fußgänger, spielende Kinder, Grünflächen und Urban Gardening. Auch für gemeinsame Feste, Tauschparties und Wissensaustausch gibt es viel Raum.


Wir kümmern uns um bedürftige Menschen. Wir nutzen Tiere nicht mehr als Ware und quälen sie nicht mehr. Wir leben gleichberechtigt und akzeptieren alle Lebensentwürfe. Wir schaffen einen gesunden Planeten, der auch für nachfolgende Generationen eine Lebensgrundlage bietet, und Menschen müssen sich nicht mehr fragen, ob sie ein Leben auf diesem Planeten einem neuen Menschen zumuten können.


Wir verreisen in der Umgebung und staunen über die vielfältige Natur und Kultur direkt vor unserer Haustür und auf unserem Kontinent. Nachtzüge verbinden große europäische Städte. Unser Handeln und das, was wir uns an Luxus leisten, bezieht den Aspekt der globalen Gerechtigkeit ein.


Liebe Menschheit, es könnte so schön sein! Und in manchen Momenten, da blutet mein Herz, dass du es nicht hinbekommst, vielleicht gar nicht hinbekommen willst. Mein Herz blutet, wenn ich lese, dass der IPCC 2007 vorhergesagt hat, dass wir nur noch bis höchstens 2020 Zeit haben, eine unumkehrbare Klimakatastrophe zu verhindern und dass er diese Zeit immer weiter nach hinten verschoben hat, obwohl die Folgen der Erderhitzung und Umweltzerstörung früher und intensiver eintreten als gedacht. Mein Herz blutet, wenn ich sehe, dass wir jetzt schon mittendrin sind in der Katastrophe.


Liebe Menschheit, es hätte so schön sein können. Stellt euch vor, imagine! Das hat auch John Lennon 1971 schon gesungen. Seitdem hat sich die Welt… Nein, lassen wir das lieber – sagen wir einfach: Es hätte so schön sein können.

Schreibt mir gerne hier oder auf einem meiner Social Media Kanäle eure Gedanken zu dem Text und dem Thema allgemein – ich freue mich auf einen Austausch!

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