Kroatien – Naturerlebnis und Stadtabenteuer

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Sommer 2017 – mein Freund Andreas und ich machen uns von Brühl aus mit dem Zug auf den Weg nach Kroatien, wo wir insgesamt 3,5 Wochen verbringen. Wir haben tolle Stadt- und Naturerlebnisse – unter anderem in Zagreb, Dubrovnik und Zadar, im Nationalpark Krka und im Velebit-Gebirge. Hier beschreibe ich die Route und die einzelnen Stationen unserer Reise.

Mit dem Zug von Brühl via München nach Zagreb

Die Route unserer Abenteuertour nach Kroatien im Sommer 2017 führt uns zunächst per Zug von Brühl nach Zagreb. Auf unserer ersten längeren Zugreise durch Europa machen wir einen kurzen Zwischenstopp in München und queren anschließend mit einem Eurocity Österreich und Slowenien, wo wir die verschneiten Gipfel der Alpen und ihre Ausläufer bestaunen können. Abends kommen wir müde, aber voller Eindrücke in der kroatischen Hauptstadt Zagreb an.

Aus dem Zug sehen wir auf hohe, verschneite Alpengipfel

Blick aus dem Zug auf der Strecke München-Zagreb.

Zagreb

Vom Hauptbahnhof aus geht es direkt zum wenige Minuten entfernten Palmers Lodge Hostel, wo wir eine kurze, aber erholsame Nacht verbringen. Am nächsten Tag stürzten wir uns ins Stadtleben der kroatischen Hauptstadt! Wir erkunden zu Fuß die schöne Altstadt, machen uns erfolgreich auf die Suche nach veganen Köstlichkeiten und gehen spontan zu einem Theaterstück, das im Rahmen des Queer Zagreb Festivals stattfindet. Am späten Abend holen wir unsere Rucksäcke im Hostel ab und machen uns auf den Weg zum Busbahnhof, wo der Nachtbus schon zur Abfahrt bereit steht. Nächster Halt am nächsten Morgen: Dubrovnik im Süden von Kroatien.

Die Zwillingstürme der Kathedrale von Zagreb

Blick auf die Kathedrale von Zagreb und die Dächer der Altstadt

Dubrovnik

Der Schlaf im Nachtbus ist weniger erholsam: Lärm, Gewackel, unbequeme Sitze, viele Zwischenstopps und zwei Passkontrollen, als wir auf dem Weg in den Süden Kroatiens das kurze Küstenstück durchqueren, das zu Bosnien und Herzegowina gehört. Als wir am Morgen in Dubrovnik ankommen, sind wir trotzdem hellwach vor Aufregung und Freude: Wir sind am Meer, an der Adria! Die mittelalterliche Altstadt von Dubrovnik mit Blick aufs Meer fasziniert uns. Gleichzeitig erschlagen uns die Touristenmassen, die die kleine Stadt unmöglich auffangen kann. Wir schaffen es trotzdem, ein paar einsame Momente zu verbringen und Dubrovnik abseits der Touristenpfade zu erkunden.

Die Altstadt Dubrovniks mit historischer Stadtmauer und Blick auf die Adria

Dubrovnik: Historische Altstadt und Blick aufs Meer

Skradin / Krka Nationalpark

Mit dem Bus geht es nach drei Tagen wieder in Richtung Nordwesten, nach Skradin – ein kleines Örtchen am Rande des Nationalparks Krka. Von dort aus erkunden wir am nächsten Tag den berühmten Wasserfall Skradinski buk. Nicht umsonst gilt er als einer der schönsten Travertin-Wasserfälle Europas: über mehrstufige Felsformationen rauscht das klare Wasser des Flusses Krka hinunter und schillert in den Wasserbecken in türkisblauen Farben. Auch hier treffen im Laufe des Morgens immer mehr Touristen ein – und wieder suchen wir uns einsame Pfade.

Die Wasserfälle im kroatischen Nationalpark Krka

Der Skradinski buk – einer der schönsten Travertin-Wasserfälle Europas

Wandern im Velebit-Gebirge in Kroatien

Von Skradin aus geht es mit dem Bus weiter nach Sveti Juraj. Das kleine Dorf liegt an der Küste, direkt unterhalb des Velebit-Gebirges – da wollen wir hinauf. Wir haben uns einen Shuttle-Service organisiert, der uns auf 1.594 Meter zur Berghütte Zavižan bringt. Von dort aus starten wir am nächsten Tag unsere Wanderung durch den Nationalpark Nördliches Velebit. Wir werden mehr Abenteuer und Wildnis erleben, als wir ursprünglich gedacht hatten – von der Begegnung mit einem Bären und mit vielen Schlangen bis hin zur Übernachtung in einer Tropfsteinhöhle mitten in einer Schlucht. Die Wandertour ist der abenteuerlichste Abschnitt unserer Reise. Und auch der einsamste. Hier müssen wir nicht mehr vor Touristenströmen fliehen.

Im bergigen Hinterland Kroatien wandert man mit Blick aufs Meer

Im Velebit-Gebirge: Wandern mit Blick aufs Meer

Zadar

Als wir nach unserem letzten Wandertag abends angestrengt und müde in Zadar ankommen, verzaubert uns nicht nur die berühmte Meeresorgel. Die Stadt zieht uns mit der schönen Promenade, mit imposanten Gebäuden und vor allem mit dem entspannten und ausgelassenen Flair in ihren Bann. Unser Highlight: Bei Cocktails und veganem Essen auf der begrünten Terrasse der Garden Lounge Zadar sitzen und über die Bucht hinweg auf das gegenüberliegende Velebit-Gebirge zu schauen, das wir vorher durchwandert haben.

Von der Garden Lounge Zadar aus schauen wir auf das gegenüberliegende Velebit-Gebirge

Dugi Otok

Nach der anstrengenden Wandertour wünschen wir uns Ruhe und Entspannung. Von Zadar aus nehmen wir eine Fähre zur „langen Insel“ Dugi Otok. Wir wandern von der Anlegestelle zu einem von zwei Campingplätzen auf der Insel. Dort genießen wir das Nichtstun, gehen viel schwimmen und spazieren zwischendurch zum Strand Sakarun. Hier kommt Karibik-Feeling auf: türkis-blaues Meerwasser, fast weißer Sand und im Hintergrund ein paar kleinere Yachten. Nach drei Tagen packen wir noch einmal unsere Rucksäcke und ziehen mit unserem Zelt auf den zweiten Campingplatz. Er liegt direkt beim Leuchtturm in Veli Rat, dem höchsten Leuchtturm der Adria.

In Veli Rat auf der Insel Dugi Otok steht der höchste Leuchtturm der Adria

Der Leuchtturm von Veli Rat auf der „langen Insel“ Dugi Otok

Von Zadar zurück nach Köln

Entspannt kehren wir nach knapp einer Woche auf der Insel zurück nach Zadar, wo wir unsere letzte Nacht in Kroatien verbringen. Ich genieße es, an diesem milden Sommerabend noch einmal durch die Stadt zu laufen und lasse die letzten Wochen Revue passieren. Nach allem, was wir erlebt haben, kann ich kaum glauben, dass unsere Zugreise von Brühl nach Zagreb erst 3,5 Wochen zurückliegt. Andererseits ist die Zeit unglaublich schnell vergangen. Abschiedsschmerz und Wehmut machen sich in mir breit.

Von Zadar aus fliegen wir zurück nach Köln. Ich wünschte, wir hätten auch den Rückweg mit dem Zug zurückgelegt. Am Flughafen herrscht viel Trubel, der Flug stresst mich. Mit dem Zug zu reisen ist nicht nur klimafreundlicher – es gibt mir auch die Zeit, die ich brauche, um mich aufs Ankommen und wieder Zurückkehren einzustellen. Wir beschließen: Wir möchten noch weniger fliegen. Am liebsten gar nicht mehr. 2018 wird unser erstes gemeinsames flugfreies Jahr!

2018 geht es für uns nur noch mit dem Zug durch Europa

2018 wird für uns ein flugfreies Jahr: Im Sommer geht es durch Osteuropa und im Herbst nach Spanien

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