Klimawandel: Die nächsten zwölf Jahre sind unsere zwölf Jahre!

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Laut dem Bericht des Weltklimarates IPCC zum Klimawandel bleiben der Menschheit zwölf Jahre Zeit, um die Erderwärmung auf die nötigen 1,5 Grad zu reduzieren. Warum uns „grüner Konsum“ dabei nicht helfen wird und was wir stattdessen tun sollten.

Zeit ist relativ

Zwölf Jahre. Das klingt erst einmal nach einer langen Zeit. Aber Zeit ist bekanntlich relativ.

Es bleiben noch ca. zwölf Jahre, um die weltweiten Treibhausgasemissionen um mindestens 45 Prozent zu senken und damit die Erderwärmung auf unter 1,5 Grad zu begrenzen. Plötzlich klingen zwölf Jahre nach einer ziemlich kurzen Zeit, oder?

Mal ehrlich: Wie wahrscheinlich klingt es, dass innerhalb dieser Zeit solch weit reichende und nie dagewesene Veränderungen in allen Bereichen der Gesellschaft stattfinden, wo doch gerade die weltweiten Treibhausgasemissionen noch immer steigen? Behalten wir den aktuellen Trend bei, dann könnten die 1,5 Grad schon 2030 erreicht sein, langfristig steuern wir auf 3 Grad zu.

Um es also mit den Worten Noam Chomskys im Film „Die grüne Lüge“ zu sagen:

Das ist so, als hätte man im 16. Jahrhundert gefragt, wie wahrscheinlich eine parlamentarische Demokratie ist.

Es ist also nicht unmöglich. Nur: Wir haben eben keine 500 Jahre mehr, sondern zwölf.

Was Chomsky auch ganz richtig sagt:

Jedes Thema, mit dem wir im Laufe der Geschichte konfrontiert waren, seien es Frauenrechte, Bürgerrechte, die Abschaffung der Sklaverei oder die Einführung der Demokratie: Alles musste erkämpft werden.

Das Haus brennt

Das muss uns bewusst sein: Es sind weitreichende Veränderungen nötig. Bestimmte Menschen und Konzerne müssen an Macht verlieren. Geld muss umverteilt werden. Unser aller Leben muss sich ändern. So schade es auch ist: Mit keinem „grünen Konsum“ der Welt werden wir diese Veränderungen herbeiführen. Das hat 30 Jahre lang nicht funktioniert und wird es auch jetzt nicht.

Es ist an der Zeit, dass wir richtig unbequem werden. Die relevanten Fakten zum Klimawandel lagen schon in den 80er Jahren auf dem Tisch. Passiert ist seitdem: Rein gar nichts! Diejenigen mit Macht und Geld werden immer danach streben, das System aufrecht zu erhalten, koste es was es wolle.

Die nächsten zwölf Jahre müssen unsere zwölf Jahre werden! Die junge Klimaaktivistin Greta Thunberg sagt: „Unser Haus brennt!“ Es bringt einfach nichts, immer weiter zum Wasserhahn zu rennen und die Flammen mit kleinen Pfützen einzudämmen. Wir müssen die Brandstifter stoppen – mit allen Mitteln, die wir haben!

Wir müssen unbequem werden

Was können wir also tun? Zunächst einmal: An die Veränderung glauben. Die Veränderung leben. Andere Menschen motivieren. Es mag unbequem sein, beim Abendessen mit der Familie oder mit Freund*innen über Themen wie den Klimawandel zu sprechen. Darüber, dass wir alle weniger Fleisch essen müssen. Weniger Autofahren. Weniger fliegen. Weniger konsumieren. Darüber, dass wir alle auf die Straße gehen müssen. Dass wir aufhören müssen, Parteien zu wählen, die in der Vergangenheit nichts für die Umwelt getan haben und das auch in Zukunft nicht tun werden. Darüber, dass wir als Bürger*innen Macht einfordern müssen, um Geld in das Gemeinwohl und nicht in die Taschen großer Konzerne fließen zu lassen.

Ja, all das ist verdammt unbequem. Aber noch viel unbequemer wird unser aller Zukunft, wenn sich nichts ändert.

Meine große Bitte ist deshalb: Verbreitet Botschaften wie diese, teilt diesen Text. Seid unbequem. Schaut mit der Familie oder mit Freund*innen doch mal Filme wie „Die grüne Lüge“ oder „Tomorrow : Die Welt ist voller Lösungen“. Geht zu Demos in eurer Umgebung, beteiligt euch an den Klimastreiks #fridaysforfuture und online an Aktionen wie zum Beispiel auf Instagram #greensetters und dem #bewegwasmontag. Werdet #ökofluencergegendenklimawandel!

Die nächsten zwölf Jahre sind #unsere12Jahre!

Ich würde mich freuen, wenn ihr den Beitrag teilt und mir auf Instagram oder Facebook folgt. 🙂

Noch ein Lesetipp zum Schluss: Spektrum – „Die wichtigsten Jahre der Geschichte“. Ein Artikel mit Hintergrundinformationen und verständlichen Erklärungen zum Sonderbericht des IPCC.

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