Nachhaltig leben – macht euch auf den Weg!

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In was für einer Welt wollen wir eigentlich leben? Und was hat unser Verhalten damit zutun? Wenn wir nachhaltig leben wollen, wird es ganz ohne Verzicht nicht gehen – aber der kann auch Freiheit bedeuten.

Wir alle kennen diesen Spruch: Be the change you wish to see in the world. Sei du selbst der Wandel, den du in der Welt sehen willst. Wir haben ihn schon so oft gehört oder gelesen –inzwischen läuft er uns auch schon auf Instagram und Twitter in Form des Hashtags #bethechange über den Weg –, dass er schon fast abgedroschen klingt. Aber er enthält eine ziemlich wichtige und gar nicht abgedroschene Botschaft – ganz besonders dann, wenn uns Nachhaltigkeit, Menschenrechte und Umweltschutz am Herzen liegen.

Der Spruch enthält nämlich die Aufforderung, uns öfter mal die Frage zu stellen: In was für einer Gesellschaft, in was für einer Welt will ich eigentlich leben? Und was hat mein Verhalten damit zutun?

Nachhaltig leben und gesellschaftlicher Wandel

Am Anfang steht die Frage: In was für einer Welt will ich eigentlich leben?

Nachhaltig leben – eine Zwickmühle zwischen Freiheit und Verzicht?

Wem beim Beantworten der ersten Frage Eigenschaften wie ‚gerecht‘, ’nachhaltig‘ und ‚fair‘ in den Kopf schießen, sieht sich bei der zweiten Frage häufig in einer Zwickmühle zwischen Freiheit und Verzicht. Einerseits möchten wir die Welt retten und nachhaltig leben, für Menschen- und Frauenrechte einstehen, die Umwelt schützen und dem Klimawandel etwas entgegensetzen.

Andererseits möchten wir auf bestimmte Freiheiten aber nicht verzichten. Mit unserem eigenen Auto überall hinfahren zu können. Mit dem Flugzeug in die Ferne zu fliegen. Wie gewohnt zu konsumieren und uns neue Dinge zu kaufen –ob Mode, Lebensmittel, Elektrogeräte oder Dienstleistungen. Das Problem: Viele unserer Freiheiten schränken die Freiheiten anderer ein und sie tragen zu Umweltverschmutzung, Klimawandel und Missachtung von Menschenrechten bei.

Die schlechte Nachricht: Nachhaltig leben funktioniert nur mit Verzicht. Das klimaverträgliche Jahresbudgets eines Menschen liegt bei 2300 kg CO2 – so viel könnte die Erde verkraften. Bestimmte Handlungen lassen unseren ökologischen Fußabdruck aber ganz besonders schnell zu einem riesigen Fußstapfen wachsen, und dazu gehören unter anderem Autofahren, Fliegen und Fleischkonsum.

Verzicht kann auch Freiheit bedeuten

Die gute Nachricht: Verzicht ist nur dann ein Schreckgespenst, wenn wir ihn als solches sehen wollen. Wie so vieles hängt es auch beim Verzicht vor allem von unserer Perspektive ab, ob wir ihn positiv oder negativ bewerten. Mit meinem Blog get on your way möchte ich euch eine neue Perspektive zeigen und euch inspirieren, den Verzicht nicht als Schreckgespenst, sondern als einen Weg zu mehr Freiheit, Zeit und Selbstbestimmung anzusehen. Und als Weg zu einem nachhaltigeren Leben.

Wer den ökologischen Konflikt anerkennt und sich ganz bewusst entscheidet, auf bestimmte Dinge zu verzichten, erlangt allein durch diesen Schritt schon eine gewisse Freiheit. Denn oft können wir uns dann von dem Gedanken verabschieden, nur durch Konsum oder Besitz bestimmter Dinge glücklich zu sein. Hinzu kommt: Wer wenig konsumiert, minimalistisch lebt, Dinge repariert anstatt sie neu zu kaufen und mit anderen teilt, hat mehr Geld. Und das bedeutet: Wir können weniger arbeiten und haben mehr Zeit – zum Beispiel zum Reisen. Und wenn wir unseren Urlaub nicht mehr in vier bis sechs kurze Wochen im Jahr quetschen müssen, dann können wir auch mal langsam reisen. Zum Beispiel klimaschonend mit dem Zug durch Europa.

Langsam reisen – mit dem Zug durch Europa

Verzicht kann auch Freiheit bedeuten: Zum Beispiel wenn mehr Zeit zum Reisen bleibt.

Gesellschaftlicher Wandel – Schritt für Schritt

Das Modell, das ich hier skizziere, ist nicht neu. Es entspricht in vielem dem Modell der Postwachstumsökonomie, das einige Ökonomen als realisierbaren Weg zu einem wirklich nachhaltigen Wandel ansehen. Dazu gehören natürlich viele Faktoren – Politik und Wirtschaft müssten sich fundamental verändern. Aber ein wichtiger Pfeiler auf dem Weg zu einem solchen gesellschaftlichen Wandel sind eben auch wir – die Menschen, die diese Gesellschaft ausmachen! Deshalb ist es wichtig, den Verzicht nicht mehr als Schreckgespenst zu sehen.

Kurz gesagt: Hier in der Rubrik ‚Gesellschaftlicher Wandel‘ geht es um nachhaltiges Leben, um Menschen- und Tierrechte, Feminismus, nachhaltige Mobilität und autofreies Leben, Minimalismus, und ja, auch um Konsumkritik und Verzicht – hin zu deutlich geringerem und bewussterem Konsum.

Niemand ist perfekt und das muss auch niemand sein, aber es gibt in fast allen Lebensbereichen Schritte, die wir gehen können auf dem Weg zu einem nachhaltigeren Leben – und wenn diese vielen kleinen Schritte viele Menschen zusammen gehen, entsteht daraus ein Weg zu einer nachhaltigeren, freieren und gerechteren Gesellschaft. Und in der möchte ich leben. Du auch?

get on your way!

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