Gedanken zum Reisen – ein Abschied und ein Neuanfang

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Meine nächste Reise steht kurz bevor: Dreieinhalb Wochen lang geht es mit dem Zug durch Osteuropa. In diesem Beitrag teile ich meine Gedanken zum Reisen mit euch und stelle euch die Route der Tour vor.

Wenn ich durch meinen Terminkalender blättere, dann steht da normalerweise für jedes Wochenende etwas drin – Besuch von Freund*innen oder Familie, vegane Brunches, kurze Ausflüge in die Natur, Einladungen zu Parties, Spieleabende, Verabredungen zum Essen gehen. Ab dem 10. Mai steht da für dreieinhalb Wochen nichts, beziehungsweise nur eine Sache: Zugtour durch Osteuropa! Bevor es losgeht, mache ich mir noch einmal Gedanken zum Reisen.

Auch wenn es nur eine kurze Zeit ist, fühlt sich doch jede Reise immer ein wenig wie ein Abschied an, aber auch wie ein Neuanfang. Dreieinhalb Wochen lang werde ich nicht zu Hause sein und viele liebe Menschen nicht sehen. Dafür werde ich neue Orte kennenlernen, spannende Erfahrungen machen, interessante Menschen treffen, Gespräche führen, Städte erkunden, Natur erleben.

Gedanken zum Reisen: Von Skizzen und Gemälden

Auch wenn die Route der Reise schon seit längerem feststeht, habe ich nur eine vage Vorstellung von dem, was ich sehen und erleben werde. Ein unbeschriebenes Blatt, wie mein Terminkalender. Ein paar Skizzen sind vielleicht schon drauf. In den nächsten Wochen werden meine Erlebnisse diese Skizzen mit Farben und mit vielen kleinen und großen Details füllen, bis daraus am Ende ein Gemälde wird – Erinnerungen, die für immer ein Teil von mir sein werden.

Das ist für mich das Schönste am Reisen: Es bereichert mich, inspiriert mich und eröffnet mir neue Perspektiven. Ich komme mit Bildern im Kopf zurück, an die ich immer wieder zurückdenken werde und an denen ich mich auch immer wieder erfreue. Noch heute denke ich oft an die letzte Reise durch Kroatien zurück. Vor allem an das tolle Gefühl, nach einer Wanderung durch das wilde bergige Hinterland und einer Nacht mitten in einer Schlucht in die kleine wunderschöne Küstenstadt Zadar mit ihrem entspannten Flair zurückzukehren.

Info: Alle Berichte zur Kroatientour im Sommer 2017 kannst du in der Strecke Kroatien – Naturerlebnis und Stadtabenteuer lesen.

Sonnenuntergang an der Meeresorgel Zadar

Erinnerungen: Noch heute denke ich oft an die kroatische Küstenstadt Zadar zurück

Die Reiseroute: Mit dem Zug durch Osteuropa

Dieses Mal reise ich wieder mit meinem Freund Andreas gemeinsam und wir machen uns noch einmal auf den Weg Richtung Osten. Am 10. Mai starten wir von Brühl aus und reisen mit Zug und Bus zur ersten Station unserer Tour: Prag, die Hauptstadt der Tschechischen Republik. Prag liegt am Fluss Moldau und ist bekannt für seine schöne Altstadt mit bunten Barockgebäuden und einer mittelalterlichen astronomischen Uhr. Skizzen! Ich habe auch gehört: Prag soll unendlich viele vegan-kulinarische Highlights bieten. Vorfreude!

Von Prag aus werden wir mit dem Nachtzug weiter nach Krakau in Polen fahren. Für uns beide wird es die erste Nachtzugfahrt in einem Zweier-Schlafwagen sein. Ich freue mich darauf, abends einzusteigen und am Morgen in einer neuen Stadt anzukommen. Und ich bin gespannt, ob ich schlafen kann – vielleicht wiegen mich das leichte Wackeln und die gleichmäßigen Geräusche des Zuges beim Fahren auch in einen tiefen Schlaf.

Info: Auch im letzten Jahr sind wir schon mit dem Zug gereist. Hier gibt es den Bericht über unsere Zugfahrt von Brühl nach Zagreb. Du möchtest selber mal mit dem Zug durch Europa reisen? Hier findest du Infos zu Tickets, Buchung und Verbindungen.

Das Reisen mit dem Zug ist immer ein besonderes Erlebnis

Städte, Berge und eine Tandemfahrt um den Balatonsee

Nach zwei Tagen in Krakau werden wir uns mit dem Bus auf den Weg in die hohe Tatra machen. Die hohe Tatra ist der höchste Teil der Karpaten. Das Gebirge gehört zu zwei Dritteln zur Slowakei und zu einem Drittel zu Polen. Es ist das erste mal seit der Tour durchs kroatische Velebit-Gebirge im letzten Jahr, dass ich wieder in den Bergen sein werde. Da ich mir nach der Tour im Sommer beim Sport das Kreuzband gerissen habe, ist noch keine lange Wandertour mit großem Gepäck möglich. Deshalb werden wir von einem kleinen Berghotel aus Tagestouren unternehmen und das Bergpanorama genießen.

Vom Gebirge aus geht es weiter nach Košice, eine kleine Stadt im Osten der Slowakei. Dort werden wir im Herzen der Stadt in den „Yogi Apartments“ wohnen, die sich oberhalb eines Yogashops befinden. Zusammen mit Marseille war Košice im Jahr 2013 europäische Kulturhauptstadt. Neben kulturellen Highlights und einer schönen Altstadt soll Košice auch eine malerische Landschaft zu bieten haben. Skizzen.

Die nächste Station wird die ungarische Hauptstadt Budapest sein. Von der Stadt habe ich aus Filmen schon viele schöne Bilder im Kopf. Und auch hier ist mir schon das eine oder andere mal zu Ohren gekommen, dass sie viele vegane Essensmöglichkeiten zu bieten hat. Wie bei den meisten Reisen wird die App Happy Cow, ein Verzeichnis für vegetarisch-vegane Restaurants weltweit, ein treuer Wegbegleiter sein.

Nach einigen Tagen in der ungarischen Hauptstadt steht noch einmal ein Abschnitt mit viel Natur an. Wir fahren an den ungarischen Balatonsee. Dort werden wir uns ein Tandem mieten und das knapp 200 Kilometer lange Ufer mit seinen vielen Badeorten, Stränden und vulkanischen Hügeln einmal umradeln. Wir haben schon öfter gemeinsame Radtouren gemacht, aber es wird das erste Mal sein, dass wir mit einem Tandem unterwegs sind. Darauf bin ich besonders gespannt, denn wir spielen schon seit längerem immer mal wieder mit der Idee, uns irgendwann mit dem Tandem auf eine längere Reise zu machen. Die perfekte Gelegenheit also, diese Art des Reisens mal zu testen.

Hohe Tatra Polen

Die hohe Tatra. Die vielen wunderschönen Bilder von dem Gebirge wecken meine Vorfreude. Foto © pixabay

Zwei Hauptstädte zum Schluss: Bratislava und Wien

Nach der Radtour werden wir noch einmal in die Slowakei zurückkehren, diesmal in die Hauptstadt Bratislava. Die Altstadt soll nur für Fußgänger zugänglich sein und viele belebte Bars und Cafés bieten. Auf einem Hügel steht die Burg Bratislava. Von dort aus soll der Blick auf die Altstadt und die Donau wunderschön sein. Und wieder: Skizzen in meinem Kopf.

Unsere letzte Station liegt ein Stück weiter die Donau hinauf: Wien. Auch dort war ich vorher noch nie. Von Wien aus werden wir uns schließlich mit dem Nachtzug auf den Weg zurück nach Köln machen.

Ich bin gespannt auf mein Gemälde aus Erlebnissen und Erinnerungen, mit denen ich zurückkehren werde.

Info: Via Social Media nehme ich euch mit auf die Reise und werde von den verschiedenen Stationen aus immer wieder kleine Berichte mit Fotos und Videos online stellen. Folgt mir auf Facebook und Instagram, um mit dabei zu sein. Auf meinem Blog könnt ihr dann nach der Reise Berichte zu allen Stationen lesen und auch im Reise- und Umweltmagazin Anderswo wird im November 2019 ein Reisebericht über die Tour zu lesen sein!

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2 thoughts on “Gedanken zum Reisen – ein Abschied und ein Neuanfang

  1. Woho die Tour mit dem Tandem wird sicher eine Herausforderung. 😉 Ich bin ein Mal beim Betriebsausflug auf einem gefahren und es wird für mich unvergesslich bleiben. Hinten sitzen, nichts sehen und nicht mit entscheiden können, sich einfach nur auf den Anderen verlassen. Ich bin gespannt was du berichtest.

    Euch einen Urlaub mit vielen tollen Eindrücken und großen und kleinen Abenteuern.
    Liebe Grüße auch an Andi!

    Stephie

    1. Ich bin auch sehr gespannt darauf! 🙂 Es gibt ja auch Tandems, wo eine Person vorne unten sitzt und die andere Person hinten in „normaler“ Fahrradfahr-Position. Aber ich weiß nicht, welche Tandems sie dort vermieten. Mal sehen – bestimmt wird es viel zu berichten geben.
      Danke dir und liebe Grüße zurück! 🙂

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