Dugi Otok – „lange Insel“ mit Leuchtturm und Karibik-Flair

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Die „lange Insel“ Dugi Otok am äußeren Archipel von Zadar hat schöne Buchten, den höchsten Leuchtturm der Adria und einen Sandstrand mit Karibik-Flair zu bieten.

Wandern von Božava nach Soline

Nach vielen schönen Stadt- und Naturerlebnissen ist die „lange Insel“ Dugi Otok der letzte Abschnitt unserer dreiwöchigen Kroatienreise. Von Zadar aus nehmen wir eine kleine Katamaran-Fähre, die zwischendurch Halt macht an den vielen anderen kleineren Inseln auf dem Weg. Auf der Fähre sind vor allem Einheimische, die auf den Inseln leben und jeden Tag nach Zadar pendeln. Beim Blick aus dem Fenster frage ich mich, wie das Leben wohl ist so weit draußen. Ich wünsche mir selber oft, noch entschleunigter mitten in der Natur zu leben.

Nach gut einer Stunde legen wir schließlich in Božava an, einem kleinen Ort an der Ostseite von Dugi Otok. Von dort aus machen wir uns mit unseren großen Rucksäcken wieder einmal zu Fuß auf den Weg. Unser Ziel: Der Campingplatz Camp Mandarino am Rande des Ortes Soline.

Der gut vier Kilometer lange Weg führt über einen kleinen Berg hinüber zu einer weiter westlich gelegenen Bucht auf der Insel. Bei der kurzen Wanderung merke ich, dass meine Beine noch immer ein wenig müde sind von unserer vorherigen Wandertour im Velebit-Gebirge. Aber ich gewöhne mich schnell wieder ans Laufen und genieße am höchsten Punkt des kleinen Berges den Ausblick auf das Meer und die vielen anderen Inseln. Den Wanderweg scheint schon lange niemand mehr passiert zu haben: Auf der gesamten Strecke hängen immer wieder große Spinnennetze mit ihren ebenso großen Bewohnerinnen. Auch hier bleiben ein wenig Wildnis und Abenteuer also nicht aus.

Hafen Božava Dugi Otok

Der kleine Hafen von Božava

Božava Dugi Otok

Blick auf Božava auf dem Weg nach Soline

Karibik-Feeling am Strand Sakarun

Als wir schließlich am Campingplatz ankommen, stürzen wir uns erst einmal ins Wasser: Das Camp Mandarino ist an einer eigenen kleinen Bucht gelegen. Das Wasser leuchtet türkis-blau und lädt zum Ausgiebigen Schwimmen und Schnorcheln ein. Die nächsten Tage verbringen wir viel Zeit damit, die vielen kleinen Fische im Wasser zu beobachten und die Zeit am Meer zu genießen. Der Campingplatz ist eine schöne Ruheoase und mit bunt blühenden Blumen bepflanzt, die viele Schmetterlinge anziehen.

Camp Mandarino Dugi Otok

Der Campingplatz Camp Mandarino auf Dugi Otok ist eine schöne Ruheoase mit eigener Badebucht

Am nächsten Tag machen wir einen kleinen Ausflug zum nahe gelegenen Strand Sakarun – einem der wenigen Sandstrände an der kroatischen Küste. Hier kommt Karibik-Feeling auf: Weißer Sand-Kiesel-Strand, türkis leuchtendes Wasser, vor dem Strand ankernde kleine Yachten. Hier verbringen wir einige Stunden und kühlen uns zwischendurch immer wieder ab. Gegen Abend machen wir noch einen kleinen Spaziergang entlang der ansonsten steinigen Küste der Insel.

Strand Sakarun Dugi Otok

Am Strand Sakarun auf Dugi Otok kommt Karibik-Feeling auf

Küste Dugi Otok

Spaziergang am Abend entlang der steinigen Küste von Dugi Otok

Veli Rat: Sonnenuntergänge am Leuchtturm

Nach zwei Tagen auf dem Campingplatz Camp Mandarino wechseln wir noch einmal die Location. Wir machen uns auf den ca. sechs Kilometer langen Fußweg nach Veli Rat. Dort liegt der Campingplatz Camp Kargita direkt beim Leuchtturm von Veli Rat, dem höchsten Leuchtturm der Adria. Auch hier verbringen wir entspannte Tage, erkunden zu Fuß die Gegend und gehen viel schwimmen. Veli Rat ist ganz am nordwestlichen Rand der Insel gelegen und so können wir jeden Abend den Sonnenuntergang über dem offenen Meer anschauen, während hinter uns der Leuchtturm thront. Es ist schon interessant, wie jeder Sonnenuntergang anders aussieht als der vorige. Mal erscheint die Sonne als orangener Feuerball, mal scheint sie nur noch in blass rosa – abhängig davon, ob der Himmel klar oder bewölkt ist und wie sich die Wolken formieren.

Abschied von Dugi Otok und von Kroatien

Nach weiteren drei Tagen auf der Westseite der Insel heißt es langsam Abschied nehmen: Mit dem Bus machen wir uns diesmal auf den Weg zum großen Hafen in Brbinj und fahren mit der Fähre zurück nach Zadar. In der schönen Küstenstadt mit entspanntem Flair verbringen wir noch einmal einen schönen Abend bei lauem Sommerwetter. Am nächsten Tag steht dann schließlich auch der Abschied von Kroatien an. Von Zadar aus fliegen wir zurück nach Köln.
Im Gegensatz zur Anreise mit dem Zug ist der Flug stressig und gibt mir nicht die Zeit, die ich brauche, um mich aufs Ankommen und wieder Zurückkehren einzustellen. Weil wir aus Gründen der Nachhaltigkeit ohnehin weniger fliegen möchten, beschließen wir: 2018 werden wir nicht fliegen. Kroatien hat uns außerdem so sehr begeistert, dass wir noch mehr von Osteuropa entdecken möchten.

Im Mai 2018 haben wir uns deshalb auf eine knapp einen Monat lange Zug- und Busreise durch Osteuropa begeben – mit Halt in Tschechien, Polen, der Slowakei, Ungarn und Österreich.

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Dugi Otok Kroatien

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